ornithologische und naturkundliche Reisen

SCHWEIZ – Genfersee und Wallis – Eine Natur- und Vogelreise ins Wallis – Klassische Brutvögel und seltene Durchzügler 2024

Reisedaten: 10. – 12. Mai 2024 / 3 Tage

 

Reiseleitung: Cécile Eicher und Christian Rösti

 

Beteiligung: Mind. 12, maximal 15 Teilnehmende


Für seltene und lokal vorkommende Brutvogelarten ist das Mittelwallis das beste Beobachtungsgebiet in der Schweiz. Aufgrund seiner trockenen, südexponierten Lage kommen Arten vor, welche in der Schweiz nirgends verlässlicher als hier anzutreffen sind. Anfang Mai ist der perfekte Zeitpunkt für eine Kurzreise ins Wallis. An Hanglagen, unter anderem in der berühmten Felsensteppe und in der Waldbrandfläche von Leuk, suchen wir nach Steinhuhn, Steinrötel, Schlangenadler, Zaun- und Zippammer, Berglaubsänger und Wendehals.

Wo eindrückliche Felswände den Talgrund erreichen, beobachten wir die nur sehr lokal vorkommende Blaumerle. Im Talgrund sind wir in verschiedenen Feuchtgebieten und im Kulturland unterwegs. Hier zeigen sich Bienenfresser aus nächster Nähe und in Hecken singen Nachtigall, Orpheusspötter und Wiedehopf. Mehrere Reiherarten rasten zu dieser Jahreszeit an Teichen und wir hoffen auf Purpur-, Rallen-, Nacht-, Seiden- und Kuhreiher. Je nach Witterungsbedingungen rasten auf Äckern zahlreiche Singvögel wie  Steinschmätzer, Braunkehlchen und Schafstelzen. Mit Glück entdecken wir abends eine singende Zwergohreule. Auf dem Weg ins Wallis legen wir einen Beobachtungsstopp am Genfersee ein. Im Bereich der Rhonemündung, dem Naturschutzgebiet "Les Grangettes", suchen wir Besonderheiten wie Zwergdommel, Flussseeschwalbe und Eiderente. Zudem hoffen wir auf rastende Limikolen und Seeschwalben. Auf diesem verlängerten Wochenende wollen wir uns nicht nur den Vögeln widmen, sondern auch spannende Vertreter von anderen Tierguppen wie frühe Tagfalter und Reptilien beobachten und schöne Pflanzen fotografieren. Am Abend haben wir genügend Zeit, um uns dem gemütlichen  Beisammensein zu widmen und Geschichten auszutauschen. Mit den Ortskenntnissen von Cécile und Christian stehen die Chancen gut, alle Zielarten zu sehen.

Wiedehopf

1. Tag
Fahrt mit dem Kleinbus von Bern via Genfersee in das Rhonetal. Beobachtungsstopps an verschiedenen spannenden Stellen im Mittelwallis. Zweimalige Übernachtung in Leuk.

 

2. und 3. Tag
Wir verbringen zwei ganze Tage im Zentralwallis. Dabei besuchen wir die südexponierten Hänge mit Felsensteppe und noch extensiv bewirtschafteten Kulturflächen. In der Waldbrandfläche oberhalb von Leuk können wir den Gartenrotschwanz beim Singen beobachten. Hier stehen die Chancen gut, ein Steinhuhn zu hören oder sogar zu sehen. Der Steinrötel ist eines der Highlights der Reise. Er brütet in steilen, felsigen Gebieten und kann regelmässig auf abgestorbenen Bäumen beim Singen beobachtet werden. Eine Beobachtung der grossen Greifvögel Stein- und Schlangenadler ist hier gut möglich und vielleicht entdecken wir auch einen entfernten Bartgeier. Das Gebiet bietet in  entomologischer und botanischer Hinsicht viel Interessantes und wir hoffen auf spannende Entdeckungen. In der offenen Kulturlandschaft in der Umgebung von Brentjong stehen die Chancen gut, den Wendehals gut zu beobachten.

Hier hören wir den Gesang des Wiedehopfs und der Neuntöter brütet ebenfalls in der Heckenlandschaft. Auf den höheren Bäumen der Hecken suchen wir die Zaunammer.  In den Kiefern hören wir den Berglaubsänger; hier treffen drei Arten aufeinander, die einen ähnlichen Gesang haben: Berglaubsänger, Zaunammer und Klappergrasmücke. Wir versuchen, die Gesänge den entsprechenden Arten zuzuordnen. Hier können wir auch einen Wespenbussard oder Sperber entdecken.

In der Talebene besuchen wir verschiedene Feuchtgebiete und das Kulturland. Hier stehen die Chancen gut, einen seltenen Reiher zu entdecken, möglich sind Grau-, Purpur-, Nacht-, Rallen- oder sogar Kuhreiher. In den dichteren Buschgruppen singen die Nachtigall und der Orpheusspötter. In der Nähe des Golfplatzes besuchen wir das Beobachtungshide, wo der Bienenfresser brütet. Hier fühlt man sich fast wie im südlichen Europa. In den sandigen Abbruchkanten brüten mittlerweile viele Bienenfresser. In den benachbarten Feldern sind die typischen, späten Kleinvögel auf Zugrast anzutreffen wie Steinschmätzer, Braunkehlchen oder Schafstelzen.

Nachmittags von Tag 3 Rückfahrt nach Bern. Wer mit dem Zug individuell nach Hause reisen will, kann dies mit uns absprechen.

Eingeschlossene Leistungen

  • Unterkunft
  • Halbpension, Basis Doppelzimmer
  • Fahrt im Kleinbus ab/bis Bern
  • Reiseleitung
  • Reisebericht

Nicht inbegriffene Leistungen

  • Getränke
  • Mittagessen
  • Trinkgelder

Arrangementpreis
Pro Person im DZ/VP CHF 795.-
Einzelzimmerzuschlag CHF 125.–
Preisänderungen vorbehalten (insbes. durch Kursschwankungen oder Flugpreisanpassungen)

Unterkunft, Verpflegung und Transport

Gutes Mittelklassehotel in Leuk. Abendessen in Restaurants mit lokaler Küche.

 

Anforderungen

Leichte Wanderungen (1-3 km), teilweise auch ansteigend, auf gut begehbaren Naturwegen. Wir beginnen jeweils um 05:30 Uhr und essen erst um ca. 09:30 Uhr Frühstück.

Fotografie

Auf dieser Reise steht das Beobachten im Vordergrund. Fotografieren ist möglich, doch ist die Distanz aufgrund der Topografie und Schutzzonen recht gross.

 

Gut zu wissen

Für diese Reise sind wie immer keine speziellen Artkenntnisse nötig. Die Kurzreise ermöglicht es, viele klassische und seltene Brutvogelarten der Schweiz zu beobachten. Spärliche und seltene Arten sind jederzeit möglich und sorgen für Spannung.

Cécile Eicher ist begeisterte Ornithologin und kennt sich gut aus in der Botanik. Sie ist Fledermausspezialistin, wohnhaft in Bern.

Purpurreiher